Gesamtschule Immenhausen wird offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – Regierungspräsident Mark Weinmeister ist Pate

Die Freiherr-vom-Stein-Schule wird in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Im August findet die Aufnahmefeier statt. Die Abstimmung fand rund um den Todestag des am 2. Juni 2019 erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke statt.

Bei Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, technischem Personal, und Schulleitung stimmen in einem geheimen Abstimmungsverfahren die notwendigen mehr als 70% der Selbstverpflichtung des Netzwerks zu. Die Selbstverpflichtung besagt, dass sie sich gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung einsetzen, bei Konflikten eingreifen und mindestens einmal im Jahr mit einem Projekt aktiv werden. An der Freiherr-vom-Stein-Schule findet in diesem Schuljahr dazu in diesem Rahmen ein erstes Angebot in der Projektwoche statt. Außerdem muss sich die Schule einen Paten suchen, der eine klare Haltung gegen Diskriminierung hat und sie bei ihrem Engagement unterstützt. Oft sind dies Personen des öffentlichen Lebens aus Kunst, Sport, Politik oder Medien. „Wir sind deshalb froh, dass wir als Paten unserer Aufnahme ins Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule ohne Gewalt“ der Kasseler Regierungspräsident Mark Weinmeister wird“, so Dr. Tina Hoffmann-Deist. Mark Weinmeister hat die Patenschaft sofort übernommen: „Als Regierungspräsidium Kassel setzen wir uns in besonderer Weise für das Miteinander in unserer Gesellschaft ein und treten Hass und Diskriminierung entschieden entgegen. Daran gemahnt uns das Andenken an meinen Amtsvorgänger Dr. Walter Lübcke. Seine Haltung ist Vorbild und Richtschnur für mich und alle Beschäftigten des RP Kassel: Wir müssen als Gesellschaft Haltung zeigen und Werte vertreten. Unsere Schulen sind dabei ein unverzichtbarer Baustein, um demokratische Werte und Achtung vor unseren Mitmenschen zu lernen, zu leben und weiterzugeben. Ich bin hocherfreut, dass Sie als Schulgemeinschaft aktiv für Mitmenschlichkeit eintreten und Rassismus eine Absage erteilen. Deshalb habe ich sehr gern die Patenschaft übernommen.“

Nach der Aufnahmefeier der Schule in das Courage-Netzwerk macht ab August ein Schild mit dem Logo am Schulgebäude die Mitgliedschaft öffentlich sichtbar. Dieses ist natürlich kein „Zauberstab“, durch den Diskriminierung verschwindet. „Vielmehr erinnert es täglich daran, dass diese nicht schulterzuckend hingenommen wird. Netzwerk-Schulen wollen Ideologien der Ungleichwertigkeit, wie Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Islamismus, Sexismus, Islamfeindlichkeit oder eben Rassismus besser erkennen, sich mit ihnen auseinandersetzen und ihnen effektiv entgegenwirken“, so die beiden Projektkoordinatorinnen Julia Sivis-Céranic und Nina Bringe. Ziel ist es, dauerhaft eine diskriminierungssensible Schulkultur zu etablieren.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, heißt das von Aktion Courage e.V. verantwortete Netzwerk von schulischen und außerschulischen Akteuren. Es unterstützt Schulen dabei, sich für die Gleichwertigkeit aller Menschen einzusetzen. Mit rund 5.000 Netzwerkschulen, die von rund 3 Millionen jungen Menschen besucht werden, ist es das größte Präventionsnetzwerk gegen Ungleichwertigkeitsdenken in Deutschland. Neben den Courage-Schulen gehören eine Bundes-, 16 Landes- und 115 Regionalkoordinationen zum Courage-Netzwerk, die sie dauerhaft begleiten, motivieren und miteinander vernetzen. Dabei arbeiten sie bundesweit mit mehr als 374 außerschulischen Kooperationspartnern zusammen.

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