„Vielfältige Maßnahmen greifen“: Die jährliche Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft hebt die Integrationsleistung der Schulen besonders hervor. Unter Schülerinnen und Schülern in Hessen fällt der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg geringer aus als in vielen anderen Ländern. Neben den insgesamt wenigsten Schulabbrechern weist das Land jetzt auch bei den ausländischen Jugendlichen ohne Schulabschluss mit 12,6 Prozent die niedrigste Quote aus (Bundesdurchschnitt 20 Prozent). Zudem ist der Wert unter den ausländischen Schülerinnen und Schülern, die eine Studienberechtigung erreichen, höher als im Bundesdurchschnitt. Hessen verfügt im Ländervergleich über die nahezu höchste Migrationsquote.
Neben den Integrationsleistungen der Schulen im Land werden in der jährlichen Vergleichsstudie (Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) die guten Rahmenbedingungen für den Unterricht in der Grundschule hervorgehoben. Hessen hat hier mit durchschnittlich 19,6 Kindern die zweitkleinsten Klassen im Ländervergleich (21,4 Bundesdurchschnitt) und mit 14,3 Kindern den zweitbesten Wert in Relation zu einer Lehrkraft (15,9 Bundesdurchschnitt). Mit geringeren Klassengrößen erzielt das Land auch in der Sekundarstufe I ein überdurchschnittliches Ergebnis.
Bildungsminister Armin Schwarz: „Die Ergebnisse zeigen, dass unsere vielfältigen Maßnahmen für die Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen greifen. Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern hängt bei uns in Hessen weniger stark von ihrer sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Ländern. Wir lassen nicht nach – und setzen mit dem neuen Bildungschancenpaket weiter gezielt an. In keinem anderen Land gelingt es besser, so viele junge Menschen mit Migrationsgeschichte erfolgreich zu einem Schulabschluss zu führen.“
Ganztagsangebote werden überdurchschnittlich wahrgenommen
Zu den Ergebnissen zählt zudem eine stabile Ganztagsinfrastruktur. 57,6 Prozent der Kinder in den Grundschulen haben die Ganztagsangebote wahrgenommen (51,2 Prozent Bundesdurchschnitt). Bei dem Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I, die ganztags betreut werden, erreichte Hessen mit 80,4 Prozent ebenfalls ein überdurchschnittliches Ergebnis (48,6 Prozent Bundesdurchschnitt).
Verbesserungswürdig befand die Studie das Informatikangebot in den hessischen Schulen. Dazu wird das Land im Rahmen des Bildungschancenpakets zum nächsten Schuljahr das Fach „KI und Digitale Welt“ verpflichtend einführen – zunächst in der fünften Klasse, im darauffolgenden Schuljahr auch in der sechsten Klasse. In den höheren Jahrgängen muss das neue und bundesweit einzigartige Fach innerhalb des Wahlpflichtunterrichts verbindlich belegt werden.
Der Bildungsmonitor beschreibt und bewertet die Bildungssysteme der Länder anhand von 98 Indikatoren in 13 Handlungsfeldern unter Einbezug aller Bildungsbereiche sowie der Forschung und des Arbeitsmarktes.
Quelle: Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

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